Hinweis zu Protesten

 

Die Mittwochswettfahrten sind keine hochrangigen Regatten, sondern dem Feierabendsegeln zwischen den Wochenenden gewidmet. Viele Skipper sagen, sie wollten „nur Spaß haben“ und vermeiden es zu protestieren. Manche sind überdies nicht sehr regelkundig. Aber jeder, der mitsegelt, muss akzeptieren, dass doch auch viel Ehrgeiz auf dem Wasser ist und regelkundige Skipper nicht gerne zurückstecken. Jeder sollte deshalb wissen, wie mit Protesten umzugehen ist.

 

Proteste können nicht nachträglich eingelegt werden. Unmittelbar nach dem Vorfall ist der Protestgegner durch Zuruf zu benachrichtigen und bei nächster zumutbarer Gelegenheit muss eine rote Flagge gesetzt werden, die bis ins Ziel gesetzt bleiben muss. Die Protestparteien haben sich für die Verhandlung zur Verfügung zu halten.

 

Vorfälle, die das Wettfahrtkomitee direkt beobachtet hat, wie z.B. Frühstarts und inkorrekte Passage von Tonnen, werden ohne Verhandlung entschieden.

 

In manchen Fällen, wenn kein formeller Protest zustande gekommen ist, möchten die Parteien dennoch wissen, wer in einer Auseinandersetzung Recht hatte und wie man sich hätte korrekt verhalten sollen. Um die Regelkenntnis und die Segelkultur zu fördern, ist in solchen Fällen der Schiedsrichter Christian Hoof  auf Wunsch der Parteien bereit, mit ihnen eine „inoffizielle Verhandlung“ (ohne Auswirkung auf die Wertung) durchzuführen, sofern die Zahl der "offiziellen" Proteste hierfür genügend Zeit lässt.

 

Zum Schluss soll ein Hinweis auf Regel 14 „Berührung vermeiden“ erfolgen. Danach muss auch ein Wegerechtboot, sobald ersichtlich  ist, dass das andere Boot nicht ausweicht, die Berührung vermeiden. Wenn das Wegerechtboot also einfach draufhält und es kommt zur Berührung mit Verletzung oder Schaden, fliegt es auch raus.

Bei der Mittwochsregatta sollen keine Boote kaputtgefahren werden.

Aus gegebenem Anlass wird daher in Zukunft jedweder Regelverstoß, der der Wettfahrtleitung bekannt wird, und der eine Verletzung oder einen ernsthaften Schaden an einem Boot zur Folge hat, durch Protest des Schiedsgerichtes gegen die betroffenen Teilnehmer zur Verhandlung gebracht. Dabei ist ohne Belang, auf welche Weise das Schiedsgericht von dem Vorfall Kenntnis erhält.

Das heißt insbesondere, dass in diesem Fall auch dann verhandelt werden kann, wenn keine Protestflagge gesetzt wurde.